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Lufthansa zahlt nur 10,93 € Entschädigung nach “Snowmageddon” in München – Ernsthaft?!

Lars F Corsten Season 7 Episode 51

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❄️✈️ Snowmageddon in München – und Lufthansa zahlt gerade einmal 10,93 € Entschädigung?

Nach dem massiven Chaos am Flughafen München im Februar mussten Passagiere teilweise die ganze Nacht in Flugzeugen auf dem Vorfeld ausharren. Busfahrer waren bereits nach Hause gegangen, der Flughafenbetrieb wurde eingestellt – und hunderte Reisende saßen fest.

Nach öffentlicher Kritik und politischem Druck versprach Lufthansa zunächst eine angemessene Entschädigung für die betroffenen Passagiere. Doch jetzt wird ein Fall bekannt, bei dem ein Reisender lediglich 10,93 € für Getränke und Snacks erstattet bekam – obwohl sein Ticket rund 240 € kostete.

In diesem Video schauen wir uns an:
•Was beim Snow-Chaos in München wirklich passiert ist
•Warum Lufthansa die Entschädigung ablehnt und sich auf „außergewöhnliche Umstände“ beruft
•Welche Rechte Passagiere in solchen Situationen haben
•Und warum jetzt sogar rechtliche Konsequenzen und Ermittlungen im Raum stehen könnten.

Was meint ihr: Ist das eine angemessene Reaktion von Lufthansa – oder ein PR-Desaster?

👇 Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

👇Frage des Tages 1:
👉  Sollte die EU-Fluggastrechteverordnung verschärft werden, damit Airlines bei solchen Fällen stärker haften?

👇Frage des Tages 2: 
👉  Ist Fuel Hedging eine sinnvolle Absicherung oder eher ein Glücksspiel für Airlines?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
01:00 Evakuierungsflüge aus Katar
04:22 Transportprobleme und Geopolitik
06:09 Lufthansa Fuel Hedging
08:42 Lufthansa-Skandal München
11:00 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 05.03.2026 – Folge 051-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV, heute wieder mit einer frisch gepressten Sendung für euch,

mit den Themen, die wir haben:

Evakuierungsflüge nehmen Form an, Fluggesellschaften fangen wieder an zu fliegen, Emirates zum Beispiel fängt, glaube ich, 100 Flüge an zu bedienen im Laufe dieser Woche. Dann Katar weicht allerdings aus auf Muscat und auf Riyadh, also sie operieren nicht aus Katar selber, aus Doha. Und dann haben wir das Thema Fuel Hedging, wie Lufthansa schaut, dass sie nicht zu viel bezahlen. Und last but not least dieser Lufthansa-Skandal der da ist und war in München, wo man im Schnee stecken geblieben ist da gibt es wohl 10,39 € Kompensation. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss ganz klar ist die Situation nicht, ob das wirklich nur so wenig ist, aber schauen wir uns einfach mal an. Ihr denkt dran, wie immer, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen und auf Skool zu kommen. Ja die Evakuierungsflüge Qatar Airways weicht nach Muscat und nach Riyadh aus. Aufgrund der Eskalation zwischen Iran, USA und Israel ist der Lufthansa über Katar nicht sicher. Drohnen und Raketenangriffe aus dem Iran bedrohen Doha im Besonderen und die zivile Infrastruktur, einschließlich des Flughafens. Der Flugbetrieb am Hamad International Airport ist derzeit ja vollständig eingestellt. Gleichzeitig sitzen Tausende Passagiere in Katar, aber auch an anderen Golfstaaten fest. Darauf natürlich viele Internationalreisende oder Leute, die einfach nur connected sind, was natürlich komplett doof ist. Ja Qatar Airways setzt halt einen Notflugplan ein.

Der Ersatzevakuierungsstrategie von Qatar Airways sieht wie folgt aus:

Flüge starten nicht von Doha, sondern von Ausweichflughäfen in den Nachbarländern. Und wichtigste Ersatzflughäfen sind halt Muscat im Oman. Von dort sollen Flüge aus operiert werden nach London, Heathrow, Berlin, Kopenhagen, Madrid, Rom, Amsterdam, nur als Beispiel. Von Saudi-Arabien soll es sogar sonst von Riyadh einen zusätzlichen Sonderflug geben, der nach Frankfurt geht.

Die Frage natürlich:

Warum fliegen Emirates und Etihad und Katar nicht? Der Unterschied liegt halt wirklich im Luftraumstatus. Teilweise geöffneter Luftraum in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Einrichtung von sicheren Luftkorridoren, wie ich ja schon berichtet hatte, und bereits sind 60 Evakuierungsflüge durchgeführt worden.

Das deutsche Amt lässt sich wie folgt zitieren, also das deutsche Auswärtige Amt:

"Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate hat in Absprache mit Nachbarstaaten Luftkorridore eingerichtet, über die bis gestern Tausende Passagiere in 60 Flügen ausgereist sind." Katar halt, der Luftraum ist komplett geschlossen, keine sicheren Flugrouten sind verfügbar, und natürlich sind die militärischen Aktivitäten auch kein Helfer. Und es gibt auch andere Probleme, die wir haben. Wir haben zum Beispiel dieses GNSS-Jamming, das heißt also, dass die Flugzeuge mit GPS nicht fliegen können, weil es halt gejammt wird. Im Auto ist es halt wirklich ein Problem aber im Flugzeug ist es ein richtiges Problem. Im Auto ist es halt ein ärgerliches Problem, um es so zu formulieren. Und was ganz schlimm ist, ist natürlich das GNSS-Spoofing, das heißt also, dass man dort nicht nur kein Signal oder kein Verlässlichkeitssignal hat, sondern das Signal zeigt einem, wenn es einem anzeigt, wo man ist, etwas an, wo man ganz woanders ist. Das kennen wir ja hier aus Russland an der Grenze zu Estland zum Beispiel. Damit ist es halt so, dass die Flugzeuge falsche Positionsdaten erhalten.

Auch ist es so:

Der Zugang wird streng kontrolliert, die Kapazität ist begrenzt, und militärische Aktivitätsbereiche bleiben halt aktiv. Wobei man sagen muss, dass dieses GPS-Jamming ehrlicherweise und auch dieses Spoofing nicht unbedingt nur auf die Iraner zurückzuführen ist, wovon es machen die Amerikaner natürlich auch in Kriegsgebieten logischerweise.

Deshalb sollte man immer nicht vergessen:

GPS ist ein militärisches System, was wir benutzen. Ein großes Problem ist der Transport der Passagiere aus Doha zu den Ersatzflughäfen, allerdings auch aus Dubai und woanders. Ich glaube, nach Estland der Evakuierungsflug ist sogar um einen Tag verlegt worden, weil die Leute gar nicht es schaffen, zum Flughafen zu kommen.

Die Distanzen sind auch riesig:

Von Doha nach Muscat sind es circa 700 Kilometer, nach Riyadh sind es immerhin noch 600 Kilometer. Und als Transportmittel sind halt Buskonvois oder organisierte Transfers und Charterbusse.

Und also man muss halt überlegen:

Wenn so ein Flieger sagen wir einfach mal, zwei Flugzeuge, drei 80er, gehen raus, dann sind da oder drei um 1.500 Passagiere abzufertigen oder noch mehr Flugzeuge. Dann ist es so, dass für die angekündigten Flüge mit 1.500 Plätzen natürlich eine Karawane von wie viel, mit 30 Bussen oder was, müssen die fahren? Bus, 150 Plätze? Ich weiß es nicht. Aber daran sieht ihr halt, wie groß das Thema ist.

Und das andere Problem ist natürlich:

Wenn man täglich Zehntausende Passagiere transportiert, hat man auch Zehntausende Passagiere, und deshalb können die Evakuierungsflüge halt nur einen kleinen Teil evakuieren. Und damit ist es halt so, dass das Ganze nur ein Tropfen auf den heißen Wüstensand ist. Die Straße von Hummus ist ja auch ein globaler geopolitischer Engpass, deshalb gibt es da die militärischen Aktivitäten im Besonderen jetzt, um das wieder freizuhalten. Und damit haben halt die ganzen Auseinandersetzungen, die dort sind, direkten Einfluss auf die Luftfahrt, aber auch auf die Energiepreise und Versicherungen. Und die War-Risk-Prämien für Airlines sind natürlich wesentlich höher, und viele Fluggesellschaften wollen diese gar nicht zahlen oder ehrlicherweise Versicherungen versichern das gar nicht. Ja, ihr könnt ja da eure Meinung zu sagen. Lufthansa hat auch natürlich mit steigenden Energiepreisen dann zu tun. Fuel Hedging ist das, wie Lufthansa sich dagegen absichert. Der Konflikt ist natürlich so, dass die Energiepreise, wir sehen an den Tankstellen, steigen, und wir sehen auch teilweise, dass sie steigen ohne rationellen Grund oder Hintergrund, weil, ich sage mal so, in Deutschland die Ölreserven sind ja da, und die sind ja zum alten Preis gekauft worden. Lustigerweise ist es ja so, dass die Tanken in Deutschland gefühlt immer Themen, die Preise hochtreiben, sofort durchjagen und sofort an den Verbraucher abgeben.

Aber wenn es dann Sachen gibt, wo der Preis wieder runtergehen könnte, dann sagen sie halt:

"Na, wissen wir noch nicht, geht also langsamer." Und die Blockade von der Straße von Hummus ist natürlich ein Riesenthema, weil da viel Öl durchgeht. Es sind ja nur 33 Kilometer breit, 20 Prozent des weltweiten Ölhandels gehen da durch, und das ist halt wirklich 20 Millionen Barrel Rohöl täglich. Der Ölpreis ist seit Beginn der Krise um 16 Prozent gestiegen, der Brandpreis etwa 84 bis 85 US-Dollar pro Barrel. Und im europäischen Markt ist das so, dass 1.100 US-Dollar pro Tonne bezahlt werden. Das ist das höchste Niveau seit 2022. Und Airlines sichern sich halt durch Fuel Hedging gegen diese Preise ab. Wie funktioniert das? Indem man zum Beispiel Terminkontrakte macht, Optionen und Finanzderivate benutzt, um das Ziel zu haben, Preisvolatilität zu reduzieren. Und Lufthansa möchte das halt natürlich machen, um die Preisschwankungen und damit auch ihre Kalkulation besser machen zu können. Und der typische Absicherungszeitraum bei der Lufthansa sind 24 Monate. Ende 2024 abgesichert 76 Prozent des Treibstoffbedarfs für 2025, 28 Prozent für 2026. Die Quote im Moment dürfte natürlich deutlich höher sein.

Hedging funktioniert natürlich auch in beiden Richtungen, heißt also:

Wenn die Preise fallen, verlieren die Optionen ihren Wert, Airline zahlt die Prämie halt ohne Vorteil. Ein unvollständiger Schutz vor Preisanstieg wird in Kauf genommen, um im Preisverfall teilhaben zu können. Kerosin wird in US-Dollar leider, also was heißt leider, wird in US-Dollar gehandelt, und das bedeutet, dass der starke Euro günstig ist für den Treibstoffpreis, aber schwacher Euro dann den teuren. Im Moment ist da der Dollar ja eigentlich für den Euroraum sehr gut. Fuel Hedging war in der Vergangenheit extrem unterschiedlich erfolgreich. Southwest Airlines verlierte kein Geld, sondern verdiente Millionen damit durch frühes Hedging. Airlines während Covid verloren Milliarden durch halt die falsche Absicherung. Und das ist natürlich interessant, oder? Dann haben wir Neuigkeiten aus München zu dem Snow Megadon oder wie man es auch immer nennen möchte. Da soll es 10,93 € Absicherung, Quatsch, Kompensation, Entschädigung geben. Im Februar gab es ja den massiven Vorfall am Flughafen, wo mehrere Flüge von Lufthansa, fünf Stück, wenn ich es im Kopf richtig habe, und einer von Air Arabia oder sowas, wegen Stehensturm nicht starten konnten und dann auf dem Vorfeld standen. Die Passagiere blieben über Nacht auf dem Vorfeld stehen und durften auch nicht zurück ins Terminal. Die Busfahrer gingen ja nach Hause, das war das Problem. Flughafen schloss, und damit war man dann halt im Flughafen, am Flughafen, im Flugzeug eingesperrt. Ich mich wundere immer noch, dass keiner die Feuerwehr angerufen hat. Und wie wir ja heute wissen, hatte die Feuerwehr ja Busfahrer, um es mal so zu formulieren. Ja, es waren irgendwie so um die 500, 600 Passagiere. Die politischen Reaktionen sind ja massiv ausgefallen, auch wieder etwas abgeebbt.

Starke Medienkritik, Interventionen von Politikern, die sagten:

"Na, da müssen wir mal gucken, da muss was passieren." Und die Lufthansa versprach Entschädigung. Und ein Passagier behauptet, er hätte 10,93 € bekommen als Ersatz für Getränke und Snacks. Und Lufthansa sagt halt, dass der Ausfall auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen ist, die außerhalb unserer Kontrolle lagen, und deshalb würde es auch keine Entschädigung nach EU 261 geben. Der Passagier reichte Beschwerde ein, wandte sich an die Schlichtungsstelle und wartet noch auf eine Entscheidung. Aber hier ist es halt wirklich mehrere Probleme, denn Duty of Care-Verletzung, Flughafenmanagement, mögliche Sicherheitsverstöße und rechtliche Untersuchungen, weil halt die Strafuntersuchung ja läuft, wie wir festgestellt haben, mögliche zivilrechtliche Klagen trotzdem. Und ich glaube, dass halt am Ende, wenn die Justiz geurteilt hat, man nur die Fluggesellschaften so zur Verantwortung zählen kann. Und man sieht halt ein starres strukturelles Problem, denn es ist halt, für so einen Fall gibt es kein Krisenprotokoll. Gut, ich war, ich kenne keinen Fall, wo das schon passiert ist, deshalb bin ich da jetzt so ein bisschen äh reluctant. Aber ja, du kannst halt keine 600 Leute auf dem Flugfeld vergessen im Flugzeug und zu wenig Personal für die Extremsituation und die schlechte Koordination. Ob die 250 € zustehen oder nicht, das müsst ihr selber entscheiden. Sollten Airlines für solche Situationen automatisch hohe Strafzahlungen leisten müssen, ähnlich wie da in den Fluggastrechten in den USA, weil da gibt es ja auch, wenn man auf der TAMAG ist, da gibt es ja richtig, was sie zahlen müssen. Und ihr könnt natürlich hier die Fragen des Tages beantworten, nachdem ihr den Kanal abonniert habt. Und zwar sollten Airlines bei geopolitischen Krisen schnelle alternative Hubs einsetzen. Ist Fuel Hedging eine sinnvolle Alternative und Absicherung oder eher ein Glücksspiel für Airlines? Und sollte die EU-Fluggastrechteverordnung für Schärfländer mit Airlines bei solchen Fällen stärker haften? Insofern danke ich euch für eure Teilnahme an der heutigen Sendung und freue mich, wenn ihr bei der nächsten Sendung dabei seid. Den Kanal abonniert, Glocke anmacht, Like da lasst und dann natürlich auch ähm auf Skool kommt. Also bis dann. Ciao, ciao.