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Lufthansa eskaliert: Streit mit Piloten-Gewerkschaft spitzt sich zu

Lars F Corsten Season 7 Episode 71

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✈️ Bei Lufthansa spitzt sich der Konflikt mit den Gewerkschaften weiter zu. Nach den Pilotenstreiks hat der Konzern jetzt eine langjährige Regelung zu bezahlten Freistellungen gekündigt – die Pilotengewerkschaft spricht vom „schärfsten Angriff“ seit Jahren. Gleichzeitig konnte man sich mit dem Bodenpersonal einigen, doch neue Streiks in der Luft sind noch immer möglich. Was steckt hinter dem Konflikt und wie geht es jetzt weiter?

👇Frage des Tages 1:
👉 Lufthansa vs Cockpit – wer hat recht?

👇Frage des Tages 2: 
👉 Ist der Verdi-Deal ein Erfolg oder zu schwach?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
00:48 Lufthansa: Eskalation mit Cockpit
03:00 Lufthansa: Einigung mit Verdi
03:52 Air Canada CEO: Rücktrittsforderung
05:57 Qatar Airways: Statusverlängerung
07:42 Singapore Airlines & Marriott Transfer
08:56 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 27.03.2026 – Folge 071-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV. Mein Name ist Lars Corsten. Ich bin hier, um euch wieder frisch gepreste Themen zu bringen.

Themen, die wir haben:

Lufthansa und Cockpit-Eskalation, die nächste Runde. Es geht weiter. Lufthansa und Verdi, Einigung mit Bodenpersonal. Also da haben wir eine Baustelle weniger. Wir haben mehr Meilen, wenn wir von Singapore Airlines zu Marriott transferieren können. Wartet noch ein bisschen. Hold the horses. Dauert noch ein bisschen, aber kommt bald. Qatar Airways verlängert den Status. Und der Air Canada CEO ist wegen des Vorfalls in New York unter Feuer und man fordert seinen Rücktritt, aber jetzt nicht aus einem Grund, den man irgendwie als normal empfinden würde. Insofern denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber auch aufs Gut zu kommen und zu diskutieren. Das erste Thema ist Lufthansa. Und da geht es darum, dass die Lufthansa eine zentrale Freistellungsregelung für die Lufthansa-Piloten, wenn sie für die Gewerkschaft arbeiten, fristlos gekündigt hat. Und zwar geht es darum, Nutzung bezahlter Freistellung während der Streiktage im Besonderen. Lufthansa beendet die Vereinbarung, die sie mit der Vereinigung Cockpit hatten. Den Vorwurf ist, dass die Piloten umgehen die Gehaltsabzüge während des Streiks. Natürlich sagt die Vereinigung Cockpit, das wäre der schärfste Angriff seit der PPV-Kündigung. Tausend Flüge sind gestrichen worden beim letzten Streik. Logischerweise ist Lufthansa darüber böse. Und die Freistellungen wurden bisher pauschal durch die Lufthansa bezahlt, also Gewerkschaftsarbeit. Und Lufthansa fährt aber jetzt eine harte, knallharte Linie und geht in eine Art Machtkampf. Passagiere haben jetzt wieder eine höhere Streikgefahr. Vielflieger, wie wir, wissen das natürlich, dass Streik für uns Unzuverlässigkeit bedeutet und auch Probleme bedeutet. Und natürlich ist es so, Lufthansa versucht, die Kosten- und Kontrollstrukturen zu verschärfen. Ja, ist es eine legitime Nutzung, wenn man zum Beispiel einfach diese Gewerkschaftsarbeit anmeldet

und sagt:

"Ja, ich gehe da arbeiten", wobei man natürlich ja ehrlicherweise sagen muss, dass die Vereinigung Cockpit, glaube ich, mehrere Wochen vorher das Ganze anmeldet für die Piloten.

Und da weiß ich jetzt nicht, inwieweit man da davon ausgehen könnte und sagen kann:

"Die machen das bewusst." Also Streik acht Wochen vorher halte ich jetzt für ein bisschen übertrieben. Und das ist natürlich eine Eskalation von der Lufthansa, die bewusst provozieren soll. Oder seht ihr da ein anderes Thema? Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser Arbeitskampf etwas länger dauert. Ja, hat Lufthansa in dem Fall berechtigt reagiert, dass man diese Vereinbarung gekündigt hat oder ist das überzogen aus eurer Sicht? Wenn man eine Gewerkschaft hat, kann man jetzt sagen, wie Verdi, die ja die Streiks am Boden vorerst verhindert hat, mit der Einigung haben 4,6 Prozent Gehaltserhöhung in zwei Stufen, Laufzeit 26 Monate, 20.000 Mitarbeiter sind betroffen. Und die Forderung ursprünglich war ja 6 Prozent. Airlines sind natürlich jetzt happy, weil sie dort stabilen Betrieb haben. Ganz klar. Wir freuen uns über das Chaos, was ausbleibt am Boden. Aber was nützt das, wenn es in der Luft ist? Wir bleiben am Boden, haben Bodenpersonal, aber wir haben keinen, der uns fliegt. Und denn das Problem bleibt ja bestehen mit den Piloten, also auch mal die potenzielle Streikgefahr. Und ich bin froh, dass es da eine Einigung gibt, wenn man das so sagt. Aber es ist halt kein Gesamtfrieden im Konzern, leider. Hat die Lufthansa bewusst die einfachsten Deals zuerst gemacht? Der Air Canada CEO, auch wenn man vom Namen Michael Russisso sagen könnte, er wäre Französisch, weil er aber nicht ausreichend Französisch spricht, möchte man, dass er seinen Job aufgibt als CEO. Kritik hat halt die Unfallkommunikation, weil er halt in seiner Ansprache nur Englisch benutzt hat, aber nicht Französisch. Und damit gibt es jetzt politischen Druck aus Ottawa. Nur 18 Prozent der Kanadier sprechen Französisch aktiv. Und es gibt natürlich eine Entschuldigung vom CEO. Aber jetzt mal ehrlich, jemanden zu feuern, weil er eine Sprache nicht spricht, man wusste ja vorher, ob er Französisch spricht oder nicht. Ist das jetzt eine übertriebene politische Korrektheit? Ist das so, dass ein CEO bilingual sein muss? Aber dann sollte man das auch beim Einstellen ganz klar sagen.

Sagen:

"Hör zu, mein Freund, du kommst nicht in Frage, weil du sprichst kein Französisch." Und ist das eher mehr so eine Ablenkung von den echten Problemen? Weil wir wissen ja alle, was Air Canada gemacht hat. Sie haben ja während Covid zum Beispiel Umroutungen und so weiter komplett verweigert. Kompensation ist immer bei denen ein Riesenthema. Heißt also, Air Canada ist ja eher ein Unternehmen, was andere Themen hat als ein CEO, der nicht Französisch spricht. Ja, muss ein Airline-CEO zwingend alle Landessprachen sprechen? Und wie wäre das in der Schweiz? Ich glaube, ich habe in der Schweiz vier. Wer spricht denn alle? Retroromanisch, glaube ich, ist die schwierigste. Dann kommt natürlich Deutsch oder auch Schweizerdütsche, das, was ihr hier als Deutsch bezeichnet. Und dann natürlich Italienisch und Französisch. Zwei Sprachen, klar, kann ich verstehen. Ich verstehe auch, dass Kanada bilingual ist, aber zwei, es sind nur zwei. Also und 18 Prozent. Aber gut, ihr könnt das ja beantworten, was da ist, also ob das in einer Art und Weise wichtig ist, dass der CEO spricht. Qatar Airways ist in der Krise, ganz klar, aufgrund des Golfkonflikts und hat aber trotzdem die Statuspunkte verlängert. Und Qatar Airways kämpft ja besonders mit der geopolitischen Lage. Man hat ungefähr 25 Prozent des Normalbetriebs nur. Tausende Flüge sind gestrichen. Man hat Flugzeuge ja in TRL geparkt oder sogar einfach komplett, wo man sagt, wollen wir eh nicht mehr wieder haben. Und damit ist es so, dass die 90 Prozent Queue Points Verlängerung um ein Jahr haben, sonst wäre es eine Dreimonatsextension.

Heißt also im Prozent, dass die da halt wirklich eine Optimierung machen und sagen:

"Okay, hier, das ist der Status." Airlines sind ja extrem abhängig von der geopolitischen Politik. Aber diese Kulanz ist natürlich auf der einen Seite schön, aber sie ist auch für viele natürlich eher so, nachdem man sagt, es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn klar, Qatar Airways hat Liquiditätsprobleme. Man hat dort auch anscheinend Leasinggebühren verschoben, dass man die später zahlen kann. Aber das ist ist das Loyalty?

Ist das etwas, wo man sagt, hm, warum hat man das nicht auf Etihad-Niveau gezogen und gesagt:

"Okay, 25 Prozent der Anforderungen"? Und das ist natürlich ein Vertrauensverlust für alle, die gleich Qatar fliegen. Qatar reagiert eher defensiv, hat natürlich auch zwei Gründe. Einmal klar, weil man nicht weiß, was man was man tun soll oder wie es weitergeht, weil man quasi dort Themen hat. Aber auf der anderen Seite, wenn man keine Stammkunden mehr hat, dann hat man auch ein Problem. Also das ist halt Henne-Ei-Problem. Reicht das, um die Vielflieger zu halten bei Qatar Airways? Was denkt ihr? Singapore Airlines und Marriott. Da gibt es Neuigkeiten. Und zwar, Singapore Airlines verbessert die Umtauschrate zu Marriott Bonvoy. Die neue Ratio ist vier Meilen gleich drei Punkte. Das sind 50 Prozent mehr Value. Vorher war es ja zwei zu eins, also 50 Prozent. Jetzt ist es zumindest vier zu drei, also 75 Prozent. Aber natürlich, das Thema ist, dass es Flexibilität bringt. Nur die Chris-Falleinmeilen haben so viel mehr Value als die Marriott-Meilen in meinen Augen. Deshalb ist der einzige Use Case wirklich Restmeilen. Wenn man noch zwei, drei, fünfzehn Meilen hat, so ungefähr, dann kann man die rüberbringen. Ist das etwas, was mit Marketing zu tun hat? Ist das ein echter Mehrwert aus eurer Sicht? Wann macht aus eurer Sicht der Transfer Sinn? Also aus meiner Sicht macht er ja nur Sinn, wenn man wirklich quasi noch noch 20 Meilen oder ein paar ein paar kaputte Meilen hat, die man nicht weiß, wohin. Ja, was ist eure Meinung und wie findet ihr den Vergleich zu Amex mit den Bonvoy-Punkten dort angebracht? Ja, ich kann einfach nur sagen, es ist eine Verbesserung, aber natürlich kein Game Changer. Ist halt einfach so. Würdet ihr wirklich Meilen dafür opfern? Könnt ihr ja beantworten. Auch heute wieder als Fazit kann man natürlich sagen, dass die Lufthansa mit den Gewerkschaften einen Streik und Streit hat. Man hat ein Thema aus dem Weg geräumt mit den Bodendienst, Bodengewerkschaften und dem Bodenpersonal, was erst mal super ist. Aber mit dem Cockpit ist das natürlich schon ein Thema. Es ist halt ganz klar ein Erfolg, aber Cockpit müsste man auch einen Erfolg kriegen, weil was nützt es, wenn die einen nicht streiken, aber die anderen trotzdem streiken? Also das ist natürlich ein Thema. Muss ein CEO aus eurer Sicht bilingual sein oder ist das eher so eine politische Geschichte,

wo man sagt:

"Na ja, gut, das ist so ein Kanada speziell und da gibt es halt immer drei Leute, die halt eine Meinung haben"? Und da könnt ihr natürlich dann drüber antworten. Und Meilenprogramme, sie werden immer enger verzahnt. Das heißt also, Fluggesellschaft, Hotel verzahnen sich immer mehr und man merkt halt, dass Meilenprogramme immer mehr Profizenter werden und immer mehr Profizenter sind und mit der Realität am Ende des Tages vom Fliegen nicht mehr viel zu tun haben, dass man viele Meilenvorteile bekommt, weil man irgendwo was benutzt, ist natürlich auch eine Art Endwertung. Ja, ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, einen Kommentar aufs Gut zu lassen oder hier. Und ich freue mich auf die nächste Sendung und vor allem auf die Kommentarbeantwortung oder die Frage des Tages.

Heißt es ja viel mehr:

Lufthansa versus Cockpit? Wer hat recht? Und ist der Verdi-Deal ein Erfolg oder ist das zu schwach? Ich bin mal gespannt, wie ihr das beantwortet. Also bis dann. Ciao.