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Lufthansa am Boden: Kabinenstreik legt Flugverkehr lahm

Lars F Corsten Season 7 Episode 81

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🚨 Lufthansa im Ausnahmezustand!
Ein großflächiger Kabinenstreik sorgt aktuell für massive Flugausfälle und trifft tausende Passagiere mitten im Reiseverkehr.

Die Gewerkschaft UFO hat das Kabinenpersonal zu einem eintägigen Streik aufgerufen – betroffen sind vor allem die Drehkreuze Frankfurt und München sowie zahlreiche weitere Flughäfen in Deutschland.  

👉 Die Folgen:
• Hunderte gestrichene Flüge
• Bis zu 75 % Ausfälle in Frankfurt
• Tausende gestrandete Passagiere

Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen, unter anderem zu Arbeitsbedingungen und einem Sozialplan für Mitarbeiter der Lufthansa-Tochter CityLine.  

Wie schlimm ist die Lage wirklich – und was bedeutet das für Reisende? Alle Infos im Video.

👇Frage des Tages 1:
👉 Sind Streiks in der Luftfahrt noch gerechtfertigt?

👇Frage des Tages 2: 
👉 Wird Lufthansa schrumpfen oder stärker werden?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
01:00 Lufthansa Streik und die Folgen
03:28 Lufthansa: Wachstum vs. Profitabilität
06:16 City Airlines: Neue Strategie und Kostenmodell
07:56 Geopolitik und Flugpläne: British Airways
09:41 Austrian Airlines: 777 auf Kurzstrecke
10:31 Amex und Lufthansa Loungezugang beendet
12:21 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 10.04.2026 – Folge 081-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV, mein Name ist Lars Corsten. Heute habe ich wieder eine frisch gepresste Sendung und gibt natürlich Streikthemen, die wir besprechen müssen, und zwar 75 % Ausfälle. Jens Sillmann Ritter, CEO der Lufthansa, warnt vor struktureller Krise. Dann haben wir Bridge Airways, die reagieren auf den Nahostkonflikt. Übrigens City Airlines, da gibt's eine Einigung beim Tarifvertrag, gute Nachricht. Austrian 777 auf Kurzstrecke, für den einen oder anderen interessant, wer von Wien nach Berlin fliegen will. Und Amex und Lufthansa, man mag sich nicht mehr, man trennt sich. Also mit der Amex kein Loungezugang in die Senator Lounge. Ihr denkt dran, wie immer, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like da zu lassen, aber auch aufs Gut zu kommen und zu kommentieren. Der Streik des Kabinenpersonals trifft die Lufthansa massivst. Auch Flüge hier aus Tallinn und aus Helsinki sind gestrichen worden. Zeigt auch, wie fragil der Flugbetrieb ist. Aktuell, besonders Frankfurt, wird zum Air Engpass, denn große Teile des Netzwerks sind's einfach, natürlich logischerweise, kollabiert. 580 von 1.350 Flügen gestrichen in Frankfurt. 75 % der Lufthansa-Abflüge betroffen. 20.000 Flugbegleiter sind ungefähr im Streik, also so Pi mal Daumen wert. Das ist der dritte große Streik 2026, wenn man die Piloten mit reinzieht in die Zählung. Lufthansa City Line ist komplett betroffen, 150 Flüge ungefähr. Gewerkschaft kritisiert natürlich die geplante Arbeitszeiterhöhung. Und die Ausfälle sind ganz klar hoch für die Fluggesellschaft Lufthansa oder Lufthansa Group. Gerade die EU-Kompensation bei eigenen Streiks greift voll. Netzwerk bricht zusammen und Dominoeffekt hat sowas natürlich dann auch, so ein Ripple Down. Und Reputation leidet massiv. Kurzfristig haben wir halt Ausfälle, haben auch massive Verspätungen.

Und die Leute denken sich natürlich:

"Soll ich überhaupt Lufthansa fliegen, wenn die so doof sind?" Das muss man natürlich ehrlichkeitshalber sagen. Und gerade Business Traveller oder Leute, die aus dem Osterurlaub kommen sind am Freitag gerade betroffen. Status ist ohne Flüge halt auch kein Benefit. Was nützt dir ein HON oder ein SEN, wenn du, wenn halt keiner geht, kein Flug? Ja Konflikt zeigt, dass Lufthansa ein strukturelles Passagier nein, Personalproblem hat. Passagierproblem im Moment nicht. Sommerpeak wird kritisch, operative Risiken steigen und die Gewerkschaften nutzen natürlich den maximalen Druckzeitpunkt.

Und Harry Jäger, das ist der Verhandlungsführer der UFO-Tarifkommission, sagt:

"Die Lufthansa muss sich jetzt irgendwie bewegen." Ist Lufthansa zu aggressiv bei der Produktivitätserhöhung aus eurer Sicht? Haben die Gewerkschaften zu viel Macht im System? Ist das klassische Airline-Tarifsystem überhaupt noch zukunftsfähig? Denn kurzfristig haben wir einen massiven operativen Schaden. Wir haben auch einen Imageschaden der Lufthansa, der halt wirklich auch bleibt. Und langfristig ist es natürlich eine Entscheidungsschlacht um die Kostenstruktur. Ja, sind solche Entscheidungen zum Streik strategisch notwendig oder zerstören sie langfristig die Airline? Jenselmann Ritter warnt auch vor strukturellen Krisen bei dem Thema, das zweite Thema.

Denn Lufthansa CEO positioniert sich klar:

"Wachstum wird es künftig nur noch bei Profitabilität geben." Macht ja auch Sinn irgendwo. Gleichzeitig deutet er an, dass Lufthansa klassisch wirtschaftlich schwach ist. Streik trifft die gesamte Netzwerkstruktur. Zubringerflüge sind europaweit betroffen.

Interessanter Satz ist auch, dass Jenselmann Ritter sagt:

"Wir leben vom Geld der anderen im Konzern." Und auch Kritik gibt es natürlich am Zeitpunkt des Streiks, dass es auch so etwas vorher nicht gegeben hat. Das ist der Osterreiserückkehr, ein Osterreiserückkehrverkehr.

So, schwieriges deutsches Wort:

Osterreiserückkehrverkehr. Könnte man das überhaupt im Englischen sagen? Easter Return Traffic wäre viel einfacher. Ja klarer Strategiewechsel. Das heißt also, Wachstum nicht mehr um jeden Preis. Man geht weg davon. Lufthansa Classic verliert intern an Bedeutung, denn Fokus ist auf markenstärkere oder bzw. margenstärkere Konzernteile. Da sind die Swiss, die Austrian Discover. Aber man möchte auch die ITA dazu ausbauen. Weniger Frequenzen möglich, höhere Preise bei reduzierter Kapazität. Für uns gibt's halt weniger Flugoptionen im Moment. Status ist schwieriger nutzbar. Aber strategisch ist das halt die Umbauarbeit des Konzerns, dass man also wirklich die Zubringerdienstleistungen auf andere Fluggesellschaften bringt. Die Kurzstrecke wird halt ausgelagert aus City Airlines. Die Langstrecke bleibt Premiumkern. Und ich finde halt wirklich das Zitat von Jens Ritter, und das sind zwei, die ich euch jetzt

bringe, Zitat eins: "Wir leben vom Geld anderer oder der anderen im Konzern." Das zweite ist:

"Wollen wir wirklich das alles aufs Spiel setzen?" Denn Jens Ritter betont ja auch, dass die Kundenzufriedenheit gestiegen ist, dass man so viel gemeinsam geschafft hat, dass die Lufthansa wieder margenstärker ist, aber auch vor allem in der Wahrnehmung der Leute als solide, also auch on time und so weiter ist. Und jetzt wird das alles klassisch in Frage gestellt. Und auch die Frage ist, ob die Lufthansa Classic ein Auslaufmodell ist und kommt dann so eine Art Mini-Lufthansa mit Fokus auf Premium. Und das Wachstum komplett geopfert zugunsten von Profitabilität kann man sich angucken, ne? Extrem klares Signal aus dem Management dass Lufthansa vor dem strukturellen Umbau ist.

Man ist da auch nicht bereit, irgendetwas zu opfern, sondern man sagt einfach:

"Das muss so sein, weil sonst gibt es uns nicht mehr." So ist das zumindest zu lesen, was der Konzern sagt. Wird die Lufthansa langfristig kleiner, aber profitabler? Könnt ihr beantworten. Dann gibt es auch gute Nachrichten aus dem Konzern zum Thema Streik, denn die City Airlines als neue Lufthansa-Strategie ist ja klar. Mit dem Tarifabschluss legt die Lufthansa City Airlines die Grundlage für Wachstum. Gleichzeitig entsteht ein neues Kostenmodell im Konzern. Der Tarifvertrag läuft mindestens bis 2029. Einheitliche Regeln für Cockpit und Kabine und damit hat man mehr Wettbewerbsfähigkeit auf der Kurzstrecke und ist halt ein Ersatz für die City Line Struktur. Und daran sieht man halt, dass die City Line gar nicht happy ist. Und Aufbau einer effizienten Kurzstrecken-Airline vergleichbar mit Eurowings Low-Cost-Strukturen. Die Passagiere haben damit einen stabileren Betrieb. Produkt könnte sich verändern, weniger Premium eventuell, wobei die Leute, die mit City Airlines geflogen sind, sagen, sie sind positiv überrascht von den Crews, sagen, dass da alles Lufthansa-Standard ist bzw. auch die Crew vor allem freundlicher ist. Lufthansa trennt also die Premium-Langstrecke strategisch von der Effizienz also von der Kurzstrecke. Das ist halt ein klassischer Netzwerkkehrer, der auch hybride Strategie fährt also Premium und Low-Cost. Ist das ein versteckter Low-Cost-Ansatz? Ist es halt, dass Arbeitsplätze verlagert werden und damit verschlechtert werden? Und wie wirkt sich das aus eurer Sicht auf das Lufthansa-Image aus? Denn es ist ja ein klarer Schritt Richtung Kostenoptimierung und Strukturwandel im Konzern. Wird Lufthansa auch so eine Hybrid-Airline wie Air France-KLM ja schon ist? Bin ich mal gespannt, wie ihr das seht. Wir haben dann noch ein Thema, was wir zwischenschieben. Das ist das einzige Thema, was nicht Lufthansa im Thema hat, aber eventuell als Beispiel für Lufthansa dienen kann. Denn British Airways reagiert ja auf den Nahostkonflikt. British Airways passt das erste größere europäische Airline im Flugplan nach möglichen geopolitischen Entspannungen an und bleibt aber extrem vorsichtig. Riad will der Aufnahme im Mai mit reduziertem Betrieb, Dubai, Doha, Tel Aviv ab Juli je einmal täglich. Abu Dhabi bleibt gestrichen, Bahrain, Jordanien komplett ausgesetzt. Kapazitäten werden nach Indien und Kenia verschoben. Damit ist ein flexibles Kapazitätsmanagement entscheidend, dass man solche Krisen auch überstehen kann. Die Risikoabsicherung ist wichtiger als Wachstum. Und für uns bedeutet das natürlich weniger Verfügbarkeit und auch Preise.

Natürlich kann man jetzt sagen:

"Ja, wir haben ja dafür ETH, die haben ja 50 % Preisreduzierung." Aber heißt auch, dass Erwartsitze und auch Zeiten im Golf schwieriger werden. Oder aber andersrum ist die Nachfrage so viel niedriger, dass es gar nicht so viele Leute gibt, die da hinwollen. Und die Golf Airlines können natürlich strategisch zurückkehren und aggressiv vor allem zurückkehren in dem Punkt. ETH macht es vor. Heißt also, ein Krieg auf Asienrouten und europäische Airlines reagieren einfach defensiv. Glaubt ihr, dass Emirates und Katar und wie sie alle heißen, da aggressiv den Markt sich zurückholen über 'n Preisdumping? Und warum könntet ihr euch vorstellen, dass zum Beispiel BA nicht weiter nach Asien expandiert, so wie Lufthansa ja auch? Man hat ja in Nordasien kaum noch Ziele. Also Markt ist geopolitisch getrieben.

Und die Frage ist:

Wer soll den oder wer wird den Markt dominieren? Nicht wer soll, sondern wer wird den Markt dominieren? Ihr könnt das ja gerne mal beantworten. Wer gerne auf der Langstrecke fliegt, weil die Flugzeuge besser sind, kann dieses Erlebnis auch auf der Kurzstrecke. Haben wir mit der Austrian fliegt, kann 777 auf der Kurzstrecke bekommen. Und zwar wie in Berlin, wie in Frankfurt. Einsatz im Mai im Juni. Klar, die Business Class Live Plätze sind 'ne Stunde, kann man da nicht pennen und dich durchschnarchen, aber so ist es halt.

Mein Buchungen sind möglich:

17.000, 18.000 Meilen circa. Preislich sind das in der Business Class ab 300 und Economy 100. Das ist eine Optimierung von Flottenauslastung, aber auch ein Training für die Crews, ganz klar. Ist ein einzigartiges Premiumerlebnis. Wir können dann Mehrwert mitnehmen, weil es natürlich bequemer ist, in 'ne 777 zu fliegen als mit Narrowbody. Würdet ihr gezielt so 'n Flug buchen? Da könnt ihr mir ja mal kurz sagen, was ihr denkt. Wo wir wissen, was wir denken, wo ich weiß, was ihr denkt, ist jetzt mit der Kooperation Amex und American Express oder Amex Lufthansa mit dem Loungezugang. Die Partnerschaft ist wohl beendet.

Ein großer Einschnitt für die Kreditkartennutzer, die halt so sagten:

"Na ja, dann kann ich mir 'n Senator sparen, weil ich kann ja trotzdem in die Lounge." Und Ende erst Ende ist ab 01.10.2026. Und deshalb gab's ja auch Zugang zu Lounges inklusive First Class. Aber es gibt halt die alternative Priority Pass. Gut, die Priority Pass Lounges sind auch nicht so viele und sind dann auch nicht so geil wie die Lounge von Lufthansa. Die Partnerschaft Centium Lounge gibt's übrigens auch. Partnerschaft war sieben Jahre und Lufthansa schützt damit sein Premiumprodukt und lenkt den Fokus vielleicht auf die Statusgründen, wenn es von Lufthansa ausgegangen ist.

Oder die Amex-Leute haben's gekündigt, weil sie gesagt haben:

"Ihr wollt zu viel Geld haben."

Weil die Lufthansa gesagt hat:

"So geht es nicht." Und damit ist der Status wieder massiv wertvoller geworden. Ich persönlich find es eh immer so merkwürdig, wenn die Lounges verkauft werden und wenn man da solche Zentren hat, wo man im Prinzip die Leute sich anstellen lässt. Das sind ja auch keine Möglichkeiten. Und vor allem, was denkt ihr, wer hat die Partnerschaft beendet? American Express oder Lufthansa?

Wer ist da erst umgefahren und gesagt:

"Nee, machen wir nicht mehr?" und ist Amex damit überhaupt noch konkurrenzfähig? Weil überlegt mal, die ihr bezahlt 700 irgendwas Euro für eine Karte und die kann's ja kaum offsetten. Also, ihr habt ja nicht das Glück, wie wir in Amerika oder mit amerikanischen Karten da uns Geld zurückholen. Gewinner ist in dem Fall der Vielflieger, ist das Vielfliegerprogramm, weil Status wertvoller ist. Und ist die Amex Platin überhaupt ohne diesen Zugang ihr Geld noch wert? Das könnt ihr mir beantworten. Ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, 'n Like dazulassen, aber auch aufs Gut zu kommen, zu kommentieren. Denn das Fazit gebe ich euch auch. Denn Lufthansa ist wirklich vor 'nem strukturellen Umbau. Man sieht das, dass sie massiv weitergehen, dass sie nicht stoppen, dass sie Gas geben. Die Profitabilität ersetzt das Wachstum als Hauptziel. Also, man macht nicht mehr Marktanteile um jeden Preis, sondern es muss bezahlt werden können. Geopolitik beeinflusst die Fluggesellschaften immer mehr und mehr. Premiumangebote werden leider exklusiver und Kurzstrecke wird zum Schlachtfeld. Denn da ist es ja so, dass wir 'n Race to the Bottom haben. Da haben wir's so, dass es halt immer weiter entkoppelt wird. Und die Frage des Tages, die ihr beantwortet, nachdem ihr den Kanal abonniert habt und Glocke

und Like und School und so gemacht habt, ist:

Sind die Streiks in der Luftfahrt noch gerechtfertigt? Wird Lufthansa schrumpfen oder stärker werden? Also, bis bald. Ciao.