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Bis zu 2.000€ Gebühren: Lufthansa ändert Tarife still und heimlich

Lars F Corsten Season 7 Episode 89

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✈️💸 Die nächste versteckte Preiserhöhung bei der Lufthansa ist da – und sie trifft vor allem Vielflieger und Business-Class-Kunden hart. Ohne große Ankündigung wurden die Erstattungsgebühren massiv erhöht: Bis zu 2.000€ für ein eigentlich flexibles Ticket sind jetzt möglich.

Besonders kritisch: Echte Flex-Tickets verschwinden zunehmend. Umbuchungen bleiben zwar theoretisch kostenlos, werden durch hohe Tarifdifferenzen in der Praxis jedoch extrem teuer. Damit verliert Flexibilität ihren eigentlichen Wert.

Während Ticketpreise gleich bleiben, sinken die Leistungen deutlich – eine doppelte Preiserhöhung durch die Hintertür.

👇Frage des Tages 1:
👉 Würdet ihr noch Flex-Tickets bei Lufthansa buchen?

👇Frage des Tages 2: 
👉 Braucht die Airline-Industrie mehr Wettbewerb?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
00:42 American und United Merger
04:23 KLM Buy-on-Board Einführung
06:30 Lufthansa schafft Flex-Tickets ab
08:35 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 19.04.2026 – Folge 089-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV, mein Name ist Lars Corsten, heute wieder zu einer frisch gepressten Sendung.

Thema Nummer eins: American und United Merger, American sagt:

"Nein, danke." Dann geht es weiter mit dem Thema Bayern Bord, KLM hat irgendwie gefühlt die längste Testphase für Bayern Bord, geht das nicht schon seit 2020 so oder so? Und wir haben Lufthansa, die schaffen Flex-Tickets ab, die verteuern Tickets links, rechts und in der Mitte, also es wird sehr schwierig mit Hansens zu fliegen, also wenn man Flex-Tickets haben will. Ihr denkt dran, wie immer, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber natürlich auch aufs Gut zu kommen und zu diskutieren. Das erste Thema, was wir haben, das ist natürlich der Merger mit United und American Airlines.

Der Kollege Scott Kirby, United CEO, sagte:

"Ha, vielleicht wollen wir das mal übernehmen und

so." Und American Airlines hat gesagt:

"Nö, man möchte das nicht, man sieht Wettbewerbsprobleme. Ein Mega-Merger wäre auch einer der größten Deals in der Luftverkehrsbranche." United hat oder prüft wohl ernsthaft die Übernahme von American Airlines. Scott Kirby hat ja auch da irgendwie immer gefühlt irgendeinen Beißreflex bei dem Thema American Airlines.

Aber American Airlines lehnt offizielle Gespräche ab und sagt:

"Das ist einfach schlecht für den Wettbewerb, machen wir nicht." Finde ich auch eine sehr spannende Argumentation. Auch, dass das für den Verbraucher schlecht ist. Seit wann interessiert das Fluggesellschaften, was für einen Verbraucher schlecht ist? Ich dachte, die wollten immer eigene Themen haben. Southwest hat ja auch irgendwie, obwohl es für den Verbraucher schlecht ist, die Backfees wieder eingeführt beziehungsweise erstmalig eingeführt oder Platzreservierungen eingeführt. Aber die Freunde von Elliott von der Consulting Firma, die haben da halt sechzehn Prozent Anteile gehabt, haben damit dann quasi zwei Plätze auch gehabt im Aufsichtsrat, haben das durchgezogen, nachdem die ersten Gewinne bei dem Aktienkurs kamen, haben sie wieder verkauft, haben nur noch neun Prozent. Ein Schelm, wer Böses denkt jetzt, wo man die Probleme damit hat, auch glaube ich Personal tausend irgendwas entlassen. Aber gut, zurück zum Thema. Natürlich ist die Trump-Regierung für eine Konsolidierung bei United und American Airlines ganz

klar auf der Seite:

"Ja, wollen wir." Und auch die Aktie von American Airlines ist ja nach den Gerüchten gestiegen. Ja, aus den Big Drei würden vielleicht dann Big Zwei werden. Man geht davon aus, dass es eine Konsolidierung gibt im amerikanischen Markt. Ist natürlich auch, dass weniger Wettbewerb höhere Preise hat. Und das Argument ist natürlich nicht falsch, dass es für uns Verbraucher schlecht wäre, wenn man aus United und American Airlines irgendwie United American macht oder ich weiß nicht, wie man das dann nennt. Auf jeden Fall wäre das auch eine massive Veränderung für Mileage Plus und auch Advantage. Und ich denke mal, dass es wirklich eine Entwertung durch die Zusammenlegung gäbe. Ja, strategisch ist es so, dass Kirby anscheinend nur mal das Wasser testet, meinen Fuß reinhält, guckt, wo die Kreise kommen, wie die Kreise kommen.

Und die Branche sucht nach Größe und nach Effizienz und versucht sein Heil:

too big to fail. Und man kann natürlich darüber diskutieren, ob der amerikanische Markt nicht schon zu konzentriert ist und überhaupt, ob so ein Merger genehmigungsfähig ist. Weil man überlegt, dass JetBlue und die anderen, wie waren es, Spirit, glaube ich, war es, die durften nicht. Und die kennt ja, also man kennt die schon, aber die, also die haben ja keine Marktmacht wie beide anderen zusammen. Und vor allem, welche Airline hätte die Kontrolle? Wenn United übernimmt, würde United American Airlines übernehmen. Und damit wäre natürlich das quasi auch emotional für American Airlines ein Thema. Sehr unwahrscheinlich, dass das jetzt kurzfristig passiert, gehe ich ganz fest von aus. Einmal wegen der Größe, wegen dem Volumen, auch wegen der Auswirkungen, auch wegen der Kontrolle und alles. Also es gibt zu viele Fragen. Aber es ist halt ein ganz klares Zeichen dafür, dass in Amerika Konsolidierung passiert.

Und die Frage ist ganz klar:

Braucht man in der Aviation mehr oder weniger Wettbewerb? Wird auch ein wichtiges Thema gleich bei Lufthansa, bei unserem dritten Thema.

Beim zweiten Thema ist es so:

KLM führt wohl Bayern Bord ein. Man testet ja schon seit gefühlten Jahrzehnten. Und auf den Europaflügen testet man das Ganze. Der Basisservice soll bleiben, aber die Zusatzangebote kosten extra und die Einführung auf gesamten Netzwerk wahrscheinlich. Bayern Bord Test ist ja irgendwie schon länger, ist auch zwanzig fünfundzwanzig, glaube ich. Ich habe zwanzig zwanzig gesagt, aber es ist jetzt, also es fühlt sich nur so lang an. Es ist irgendwie zwanzig fünfundzwanzig, wo sie angefangen haben. Strecken sind Hengelinki, Madrid, aber auch Oslo. Und es soll ein kleines Getränk und einen kostenlosen Snack geben. Zusatzangebote sind kostenpflichtig und die à la carte Menüs fangen an ab zwölf Euro fünfzig. Ja, immer mehr Fluggesellschaften, die Legacy Carrier sind, die also auch wirklich Fluggesellschaften sind, die ja am Ende des Tages dort, jetzt habe ich das Bild nicht eingestellt, da machen wir doch schnell noch mal, ne? So, da haben wir es. Und so, wumm, jetzt haben wir es wieder richtig. Werden immer mehr zu Hybrid Carriern, die Legacy Carrier. Und immer weniger wird inkludiert, immer wieder wird mehr rausgestrichen. Es wird immer mehr anbundelt, wie es im Englischen heißt. Und es ist die Margensteigerung auf der Kurzstrecke, die ja angeblich nicht nachhaltig ist. Und man sagt aber, zeigt aber, dass man mit, wenn testet, man hat eher da so ein bisschen Unsicherheiten am Ende des Tages. Ja, ist das ein Abschied vom Full Service? Macht Full Service in Economy Class überhaupt noch Sinn? Wie lange erklären, akzeptieren die Kunden dieses? Und die Frage ist, wann kommt das in die Business Class? Ich finde es zum Beispiel mega geil, dass Lufthansa, und da gehe ich ein bisschen weg von den Freunden von KLM, da zusätzliche Sachen, also ich finde Currywurst, die man zusätzlich bestellen kann vorher, finde ich cool. Von mir aus, auch wenn es qualitativ hochwertiger ist, dann kann man drei Euro fünfzig mehr zahlen, zehn Euro, zwölf Euro, ist mir egal. Aber wenn es halt geil gemacht ist, würdet ihr für Essen an Bord extra bezahlen, gerade wenn es um die Economy Class oder vielleicht sogar um die Business Class geht. Wer von euch auf jeden Fall mehr Geld haben will, das ist die Lufthansa. Die haben nämlich die Flex-Tarife im Prinzip, wenn man ehrlich ist, fast abgeschafft. Denn still und leise hat man die Erstattungsgebühren massiv erhöht. Ich hatte ja schon berichtet, sie sind auf einigen Strecken absolut nicht flexibel. Premium-Kunden ist das eine versteckte, aber eine massive Preiserhöhung. Klar, es sind nur Afrika und Asienrouten im Moment. Aber in der First Class ist es so, dass man da wirklich zwischen tausend fünfhundert und zweitausend Euro ist. Vorher war es kostenlos und fünfhundert. Und auch in der Business Class von tausend auf tausend fünfhundert. Die Preisspanne vorher waren es ungefähr zweihundertfünfzig für Umbuchungen plus natürlich Tarifdifferenz. Das darf man nicht am Ende vergessen. Und ja, man kann natürlich sagen, dass diese Flex-Tickets damit keine Flex-Funktion mehr haben, weil sie einfach unflexibel werden. Man hat sie ja schon alleine an den Preisen gestört, dass die Tickets quasi, ja, muss man ehrlicherweise sagen, die Tarifdifferenz bezahlen mussten. Und auch wichtig ist, dass klar diese Revenue Optimization hier und da, klar auch Spritpreis, alles fair enough. Aber dann nennt es doch fucking nicht Flex-Tarife. Also das ist ja dann nicht Flex, das ist ja dann auch wieder irgend so ein irgendwas, ne? Und klassisches Premium-Versprechen wird halt aufgeweicht, denn es passt eher zu so einem Light-Tarif oder zu irgend so einem anderen Anbundeltarif und steigenden Zustägen und stärkerem Yield-Management. Jetzt, wenn man auch noch für einen Sitzplatz ja Geld kassiert in der Business Class, die Allegris. Und damit gibt es für den Status immer weniger Wert. Premium können wandern ab, denn der Anreiz für teure Tarife, warum soll ich die dann buchen, wenn ich die eh nicht umbuchen kann? Zumindest nicht für schmales Geld. Und höhere Margen statt Kundenzufriedenheit und komplexere Tarifstrukturen, das ist der Fokus bei Lufthansa. Ziel ist es halt, Kunden in günstigere, weniger flexible Tarife zu drücken, anscheinend. Man will weniger Geld haben. Und der psychologische Trick, der dahinter ist, der Ticketpreis bleibt gleich, aber hat weniger Leistung, wirkt dadurch zwar stabil, aber ist am Ende des Tages eine versteckte Preiserhöhung und auch eher nicht so flexibel vom Namen her alleine. Also ich finde, das ist irreführend. Und das ist auch eine doppelte Preiserhöhung, weil wenn man ehrlich ist, ist es ja nicht nur, dass man weniger Leistung bekommt, sondern höhere Gebühren hat. Und das ist halt einfach so. Unternehmen brauchen flexible Tickets. Ich habe mit vielen Unternehmen auch immer Diskussionen gehabt über Flex-Tickets, warum sie die gebucht haben, weil wie oft muss man wirklich umbuchen? Und dann kommen noch höhere Gebühren dazu. Airlines im Nahen Ost und Asien bieten weiterhin echte Flexibilität.

Und die Gefahr ist natürlich, dass die Premium-Kunden sagen:

"Nee, dann okay, dann nicht." Und gerade die Kunden, die halt Premium-Tickets haben, Flex-Tickets kaufen, sind halt die Cash-Cows. Und die Frage ist halt, ist das eine bewusste Täuschung?

Ist das etwas, wo man sagt:

"Lufthansa, wir müssen die auf die Finger hauen, damit sie nicht gucken, wie weit sie gehen können und wie weit sie uns dann als Kunden verlieren?" Und die andere

Frage ist:

"Was machen andere Fluggesellschaften? Werden sie nachziehen? Und ist das das Ende von klassischen Premium-Tarifen?" Und als Fazit bei dem Thema kann ich

nur sagen:

Ja, Lufthansa ist Game Changer, aber im negativen Sinne und entwickelt sich auch immer mehr zum Preisführer, also zum teuersten aller. Und das entfernt auch vom Premium-Anspruch, denn Premium heißt auch Flexibilität, heißt auch Freiheit. Und das nimmt man hier bei Lufthansa. Und das gibt vielleicht kurzfristig auch Gewinn, aber langfristig schadet es der Marke. Würdet ihr so einen teuren Flex-Tarif buchen? Da bin ich mal gespannt. Ja, Airlines verstecken die Preiserhöhungen in verschiedensten Sachen, indem sie Flex-Tarife einführen, die nicht mehr Flex sind oder aber auch Buy on Board einführen und damit halt Anbundelung und Monetarisierung in den Vordergrund stecken und nicht das Premium-Erlebnis. Damit ist es so, dass ein Premium-Erlebnis auch keinen echten Mehrwert mehr bietet und diesen dann auch verliert. Heißt aber auch, dass Konsolidierung ein reales Thema in der Aviation bleibt, siehe United und American Airlines. Aber am Ende tragen wir als Kunden immer mehr Risiko durch die Preiserhöhungen, die versteckt sind und so weiter. Also es ist schon sehr, sehr unglücklich. Ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber auch die Frage des Tages zu beantworten, eventuell auf Skool, wenn ihr in die Community kommt.

Und die Frage ist:

Braucht die Airline-Industrie mehr Wettbewerb? Würdet ihr noch Flex-Tickets bei Lufthansa buchen? Danke, dass ihr heute dabei wart bei der Sonntagsausgabe. Selten, aber heute habe ich gedacht, kommt, mach's die Sonne brennt. Lecker warm hier auf Balkonien oder Terrassien, egal. Also in dem Sinne, bis dann. Ciao.