Frequent Traveller Circle - Essentials - DEUTSCH
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Frequent Traveller Circle - Essentials - DEUTSCH
Lufthansa im Tarif-Dschungel: 6.000 Seiten Regeln – muss das weg?
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✈️📑 Lufthansa im Regelungs-Dschungel!
Der ehemalige Lufthansa-Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley kritisiert das komplexe Tarif- und Betriebsvereinbarungssystem des Konzerns scharf. Über Jahrzehnte sind tausende Seiten an Regelungen entstanden – jetzt fordert er grundlegende Reformen. Doch sind weniger Vorschriften wirklich der richtige Weg oder gefährdet das die Rechte der Beschäftigten?
In diesem Video schauen wir uns die Hintergründe, die Kritik und die möglichen Folgen für Lufthansa, Mitarbeiter und Passagiere an.
👇Frage des Tages 1:
👉 Braucht Deutschland ein neues Arbeitsrecht für Airlines?
👇Frage des Tages 2:
👉 Wird Lufthansa zur Interkont-Airline?
00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
00:40 Lufthansa: Langstrecke wächst, Kurzstrecke schrumpft
02:57 Lufthansa: Tarifchaos und Reformbedarf
04:48 Air Baltic in Finanzkrise: Risiko für Lufthansa?
06:54 Emirates Lounge München setzt neuen Standard
08:35 Fazit & Fragen des Tages
Take-OFF 30.06.2026 – Folge 142-2026
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Willkommen zu "Frequent Traveller TV", mein Name ist Lars Corsten, heute wieder eine frisch gepresste Sendung.
Nachdem ich aus New York zurückgekommen bin:Ja, es war nicht das 747-18, es war eine 340-600. Danke den Zuschauern, die das geschrieben haben, beziehungsweise die mir eine Nachricht geschickt haben. 340-600 Galere, First Class, Leiden auf hohem Niveau. Deshalb lasst uns direkt die Themen besprechen, die ich frisch gepresst habe.
Und zwar:Lufthansa boardt Langstrecke aus, Kurzstrecke schrumpft, dann geht es weiter mit Lufthansa. Ein Ex-Aufsichtsrat sagt, dass Lufthansa-Tarifchaos kreditwürdig, kritikwürdig ist. Air Baltic hat Privat... Privatprobleme, habe ich fast gesagt, hat Probleme mit Finanzen und Risiko für Lufthansa. Warum privat?
Weil Lufthansa sagt:"Ist euer Problem." Also insofern freudischer Versprecher.
Und dann natürlich noch mal gute News aus der Aviation, wie immer am Schluss:Emirates Lounge in München setzt den neuen Standard, und zwar einen Luxusstandard, und das schauen wir uns auch noch mal genauer an. Ihr denkt wie immer, den Kanal zu abonnieren und auch die Gruppen zu besuchen, zum Beispiel auf Skool, und dann die Themen zu diskutieren. Thema, was wir als erstes natürlich haben, ist klar Lufthansa, und zwar die Bestellung von weiteren Großraumflugzeugen. Denn man setzt ab 2027 mit neuen Stellungen weiter auf Langstrecke bei der Lufthansa Mainline. Gleichzeitig wird die Kurzstrecke weiter reduziert, da viele Strecken nicht profitabel sind.
Man plant neue Bestellungen:die Triple Seven Neun oder aber die 350-1000er. 15, 53, 1000er hat man schon auf Order, 20 Triple Seven Neuner hat man auf Order, hat Option für 25 A 350-1000er und noch mal für 24 Triple Seven. Damit wären weitere Bestellungen mit Lieferung ab 2032 möglich.
Heißt also:10 350-900 und 10 787-9er sind ja auch schon da. Heißt also, da müssen wir uns auch mal gedulden, was da passiert. Auf der Kurzstrecke ist es so, dass bis zu 15 Flugzeuge gestrichen werden können. Ausbau in München als InterContrack, Holzterminal Erweiterung, plus 10 Millionen Passagiere pro Jahr. Und man merkt halt, dass die Lufthansa ganz klar ihren Shift zur profitablen Langstrecke macht. Wobei ich nicht weiß, ob die Kurzstrecke einfach nur nicht profitabel ist oder ob sie einfach keinen Gewinn macht. Das ist halt so die Fragestellung. Und wird Lufthansa damit halt zu einer reinen Langstrecken-Airline, wenn man sich das anguckt. Ist das das Ende auch der klassischen Europa-Netze? Und wird München wichtiger als Frankfurt? Das könnt ihr beantworten.
Und dann:Lufthansa setzt voll auf Premium und Langstrecke. Die Kurzstrecke bleibt ein strukturelles Problem. Das ist halt anscheinend so. Und hoffen wir mal, was bei Lufthansa so passiert. Und ihr könnt ja die Frage beantworten, ob Lufthansa zu einer reinen Langstrecken-Airline wird. Ja, dann gibt es von Karl Ludwig Kley, das ist ein ehemaliger Aufsichtsrat der Lufthansa, klare Kritik an der Lufthansa.
Und zwar:Der Ex-Aufsichtsratschef kritisiert massiv die komplexen Tarifstrukturen und fordert Reformen im Arbeitsrecht. Man hat eine 6000-seitige Betriebsvereinbarung, teilweise Regelungen aus den 60er und 70er Jahren. Kritik an den Gewerkschaften ist halt, dass man Selbstbezogenheit ersetzen möchte und anstatt dann Sozialpartnerschaft.
Sein Zitat ist:"Selbstbezogenheit ersetzt Sozialpartnerschaft." Streiks 2026 belasten natürlich das Image massiv, und Kley gesteht auch die eigenen Versäumnisse ein. Aber die deutsche Airline Lufthansa ist auch vom Standort her ganz klar im Nachteil. Wir sehen das mit den hohen Kosten, wir sehen das mit all den Flughäfen, mit den Curfews und so weiter und so fort. Also da sind viele Themen offen.
Und Karl Ludwig Kley sagt, Zitat:"Die Lufthansa ist die Königin der Tarif- und Betriebsvereinbarung." Ist natürlich kein positives, sage ich ja, Zitat. Weil wenn man sich das anguckt, macht das das Ganze in der Tat komplex. Und deshalb verstehen wir auch, warum Lufthansa sagt, es ist komplex. Ja, ist das deutsche Arbeitsrecht überhaupt wettbewerbsfähig? Oder ist das einfach der Preis, den wir zahlen müssen in unserer Gesellschaft? Sind Gewerkschaften zu mächtig? Oder geht Lufthansa einfach den Weg mit der Auslagerung? Und ich denke mal, als Fazit kann man natürlich sagen, dass es ein strukturelles Problem ist und kein kurzfristiges Problem ist. Die Reformen könnten natürlich auch entscheidend sein für den Wettbewerb und die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa. Also da müssten ganz klar Reformen gemacht werden. Die Tarifthematik ist natürlich ihr eigenes.
Und dann die Frage natürlich:Braucht Deutschland ein neues Tarifrecht? Könnt ihr ja einmal beantworten. Air Baltic ist in finanzieller Krise. Das ist kein Geheimnis. Martin Gaus ist ja quasi deshalb von dannen gezogen worden, um es mal so zu sagen.
Man hat bei der Lufthansa 10 Prozent gekauft und jetzt heißt es:Wo kriegen wir die Knete her? Man benötigt so bummelig 100 bis 150 Millionen Euro, damit das weitergeht. Aber Lufthansa sagt, man möchte nicht helfen, und das hat Folgen eventuell für einen Sommerflugplan. Die Schulden sind 380 Millionen, die Zinslast alleine sind 56,2 Millionen Euro pro Jahr. Die Lufthansa-Beteiligungen waren ja nur 14 Millionen als Investition, also das war eher der Tropfen auf den heißen Stein. Und Bedeutung für Lufthansa ist natürlich auch wichtig, weil Lufthansa hat ja 21 Maschinen im Wetlies. Und daran sehen wir einfach das Thema. Das hat das ja auch gemacht mit X-Fly in Estland. Man hat einfach das Problem Kurzstrecke ausgelagert an Fluggesellschaften, und die haben dann das Problem. Und wenn man halt nicht genug Geld zahlt und nicht genug Geld erwirtschaften kann, gehen sie halt pleite. Und teilweise ist halt wirklich 40 Prozent der Flotte von Air Baltic im Einsatz für die Lufthansa Group. Und damit sieht man, wie Air Baltic abhängig ist von diesem Wetlies. Und das Risiko für Flugausfälle ist natürlich auch riesengroß. Die Frage ist natürlich, ob Lufthansa stärker eingreifen sollte, weil sie natürlich immerhin 10 Prozent haben. Oder ist Wetlies langfristig auch ein riskantes Geschäftsmodell? Und ist Air Baltic vielleicht auch ein Kandidat für eine Airline-Pleite in Europe? Ja, als Fazit ist es halt so, dass Air Baltic zu einem kritischen Partner für die Lufthansa geworden ist oder immer war, weil Lufthansa sich ja doch gewahr, was da los ist. Weil wenn man investiert, 10 Prozent mit 14 Millionen, dann weiß man, wie die Finanzen stehen, weil die Lufthansa geht ja nicht dahin und macht das mal eben so. Und natürlich ist diese finanzielle Instabilität auch ein Risiko für Lufthansa, wenn sie nämlich
nicht mehr fliegen bei Air Baltic, weil sie sagen:"Wir haben keine Penunzen mehr." Also 150 Millionen oder 100 bis 150 Millionen, egal wie rum, ist halt kein Pappenstiel. Sollte Lufthansa jetzt die Air Baltic retten oder bewusst Abstand halten? Was ist eure Meinung?
Beim letzten Thema sage ich ganz einfach:Es ist wieder schön, wenn man fliegt, und zwar mit Emirates. Die setzen den Standard für die Lounches weltweit.
Und zwar:Emirates investiert massiv in neue Premium-Lounches und setzt damit die Maßstäbe für das Borderlebnis. Und die Investitionen sind 50 Millionen Dirham, das sind irgendwo bummelig zwischen 12 und 13 Millionen Euro. Rollout ist in München, Frankfurt, Manchester, Mauritius und Istanbul. Also wie ihr seht, in München logischerweise, weil man in diesen neuen Terminal 1-Stil reingegangen ist. Dann Frankfurt auch. Und man hat als Features Live-Cooking, Barista, hat aber auch hier andere Themen, die man noch bringen kann. Und zwar logischerweise Quiet Zone, Spa-Duschen, Arbeitsbereiche. Und Zugang ist mit Business oder First Class Ticket oder mit Status, heißt also Skywards Gold oder Platinum oder IO-Level. Ja, die neue Lounge setzt einen neuen Benchmark, sagt Adel Al-Redda von Emirates, und damit hat er wohl recht. Ich denke mal, Emirates setzt da natürlich die Benchmarks. Und Emirates stärkt die Premium-Differenzierung. Und Emirates investiert gezielt in das Premium-Erlebnis, sowohl in der Boden als auch in der Luft. Am Boden natürlich und in der Luft. Und damit steigt der Konkurrenzdruck auf die europäischen Fluggesellschaften, aber auch auf andere Fluggesellschaften.
Und die Frage ist natürlich:Ist die Lounge fast schon wichtiger als der Sitz im Flugzeug? Da könnt ihr ja zu antworten. Wobei, ich gebe euch die Antwort. Als ich in New York gesessen habe für zwei Stunden in der Lounge, da kann ich ja rumlaufen, machen und tun, wenn der Sitz unbequem wird. Aber wenn der Sitz im Flugzeug hast, ein Thema, ne? Ja, Gesamtfazit der Sendung will ich euch nicht vorenthalten. Gesamtfazit ist natürlich ganz klar, dass die Kurzstrecke bei Lufthansa geäxt wird. Man konzentriert sich bei der Lufthansa Mainline gerade mehr auf die Langstrecke. Damit wird die Kurzstrecke ausgelagert und reduziert. Aber das wird ja genau zum Risiko, wie wir an Air Baltic sehen. Denn die Wetlies-Abhängigkeit wird eher ein Risiko. Und auch ist es so, dass Arbeitskosten und Tarifstrukturen ein Wettbewerbsproblem sind. Man sieht, Lufthansa hat viele Themen auf dem Tableau, um das ganze Thema noch hochzubringen und natürlich auch das ganze Thema abzuschließen, um profitabel zu werden und zu bleiben, vor allem. Aber man sieht auch bei Emirates, dass, wenn man Mut zum Investment hat, dass es natürlich geile Erlebnisse sind und dass es auch der entscheidende Differenzierungsfaktor ist und bleibt. Als letztes denkt ihr natürlich noch dran, wie immer, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber natürlich auch auf Skool zu kommen und da die Frage des Tages zu beantworten.
Und die Frage des Tages ist ja ganz klar:Sollte Lufthansa Air Baltic retten oder wird Lufthansa zur InterContrairline? Danke, dass ihr heute da wart. Ich freue mich und bis zur nächsten Sendung. Also, bis dann. Ciao.