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⚠️ Grenz-Chaos, kaputte Kabinen und gekaufte Meilen Die Flugbranche warnt vor bis zu 90 Minuten Wartezeit durch das europäische Entry-Exit-System. American Airlines setzt eine Taskforce gegen kaputte Sitze und defekte Bildschirme ein. Außerdem verkauft Miles & More bis zu 225.000 Meilen mit Bonus, Statuspunkten und Lounge-Gutscheinen. Würdet ihr 2.650 Euro für das größte Meilenpaket bezahlen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
👇Frage des Tages 1: 👉 Würdet ihr 2.650 Euro für 225.000 Miles-&-More-Meilen und die Extras bezahlen?
👇Frage des Tages 2: 👉 Wie stark beeinflusst eine beschädigte Kabine euer Vertrauen in eine Airline?
00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV 00:48 Probleme beim neuen Grenzkontrollsystem EES 03:42 American Airlines Programm zur Kabinenverbesserung 07:07 Lufthansa Miles & More Meilen-Angebot 09:53 Fazit & Fragen des Tages
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Willkommen zu "Frequent Traveller TV" und einer frisch gepressten Sendung, heute wieder mein Name ist Lars Corsten.
Themen, die ich für euch habe:
EES, also das European Entry Exit System, ist wieder an der Leistungsgrenze oder so. American startet, also American Airlines startet eine Task Force, weil zu viele Sitze kaputt sind, Kabinen kaputt sind, zu dreckig ist. Finde ich eine sehr gute Initiative. Und Neuigkeiten oder alte News, Eulen, ich weiß es nicht, aus dem Hause Lufthansa Miles & Morgan hat dort wieder die Meilenbandel, die Meilen mit fünfzig Prozent Bonus verkauft, also dieses Miles & Go. Wir gucken uns das alles genau für euch an in der heutigen Sendung. Ihr denkt dran, wie immer den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen. Das erste Thema, was wir haben, ist das Schengen-System Entry Exit. Und zwar gibt es ja dafür beim europäischen System eine Ausnahme, die bis zum sechsten September geht. Besonders gefährdet sind Drittstaatenreisen mit knappen Umsteigeverbindungen, und gerade an den großen Drehkreuzen hapert es.
Und zwar ist es so:
Die Einführung seit Oktober zwanzig fünfundzwanzig ist ja nicht unbedingt sehr smooth verlaufen, wie man so schön sagt. Die Ausnahmeregelung geht am sechsten September zu Ende. Das heißt also, dass wer in den Schengenraum einreist, muss sich da anmelden und machen und tun. Wir als EU-Bürger sind nicht betroffen, aber wir sind doch betroffen, weil die Schlangen sind teilweise so lang, dass wir gar nicht da durchgehen können. Heißt also, das ist ein Riesenthema. Und es werden ja erfasst beziehungsweise abgeglichen die biometrischen Daten und Einreisedaten. Insofern ist das mehr Sicherheit für uns an der Grenze. Und während der Sommerzeit wurden einige Sachen ausgesetzt, damit die Wartezeiten reduziert wurden. Jetzt ist aber so, dass Frankfurter Flughafen, also Fraport, Lufthansa Contor, aber auch der Deutsche Flughafenverband, ADV, fordern da eine Verlängerung. Denn die Flughafen Frankfurt hatten die Leute Wartezeiten bis zu neunzig Minuten. Wer war betroffen? Internationale Umsteiger sind betroffen, Passagiere mit knappen Anschlüssen, also Reisende ohne EU- beziehungsweise Schengenpass. Lufthansa erklärt, das System funktioniert noch nicht in der erforderlichen Qualität und Verlässlichkeit. Auch die App Travel to Europe soll eine Vorbereitung der Kontrolle ermöglichen.
Na ja, nun gut, ich sage mal so:
Das wurde halt irgendwie nur in Portugal und in Schweden eingeführt. Ja, ich denke mal, die Tests, die zwanzig sechsundzwanzig noch gemacht werden sollen, die sollten schneller gemacht werden. Und in Deutschland ist auch erst eine flächendeckende Coverage dafür zwanzig siebenundzwanzig vorgesehen.
Ja, ich sage mal so:
Wer in Europa umsteigt oder von Schengen nach Non-Schengen geht, dann umgekehrt von Non-Schengen nach Schengen, so rum, der hat echte Probleme, weil da sind manchmal so lange Schlangen, dass das ein Riesenproblem ist. Es ist auch so, dass man natürlich sagen muss, dass diese digitalen Grenzkontrollen und so weiter sind natürlich ein Ziel, das absolut nachvollziehbar ist. Und das verstehe ich auch, und das macht auch Sinn, und ich begrüße das, ich finde das toll. Aber die Umsetzung ist gerade an den deutschen und an den großen Drehkreuzen eher nicht ausreichend belastbar, sagen wir es mal so. Und ohne Übergangsmaßnahmen, zusätzliche Kapazitäten oder die digitale Verarbeitung und Vorbereitung vor allem drohen lange Wartezeiten und verpasste Anschlussflüge. Nicht nur für die Leute, die da durch müssen, sondern auch für uns, denen der Weg versperrt wird. Ja, sollte die EU das EES trotz möglicher Wartezeiten vollständig durchsetzen oder die Ausnahme verlängern? Was sagt ihr dazu? Bei vielen Flugzeugen, die man so aus Premiumfluggesellschaften kennt, auch Lufthansa, egal wer, you name it, sind Sitze meistens schon schwierig, denn einige Sitze sehen schon eklig aus. Also auch wenn man die Ritzen reinguckt und so weiter im Flugzeug, wird, glaube ich, alle zwei Jahre nur gewaschen. Bei Finnair war das so, als die festgestellt haben, die haben die Sitze falsch gewaschen, die Sitzbezüge. Sag mal, ja, die werden alle zwei Jahre gewaschen. Ja, finde ich schwierig. Na ja, egal. Auf jeden Fall hat American Airlines jetzt mit One Cabin ein eigenes Programm zur Verbesserung ihrer Flugzeugkabinen gemacht. Heißt also, auch sechzig Fachleute aus der Wartung sollen defekte Sitze, Klappdächer, Bildschirme reparieren sowie Sauberkeit und Erscheinungsbild verbessern. Das, ich denke ich mal, dass man ja auch nicht alleine vom Gucken schon irgendwelche Pilze bekommen sollte. Der Start ist vierzehnter September für diese One Cabin. Diesen Jahres sechzig zusätzliche Leute sollen gezielt da schauen. Standorte sind Charlotte, Dallas, Fort Worth, Los Angeles, Miami, Philadelphia, Phoenix. Und Schwerpunkte sind defekte Sitze, nicht funktionierende Unterhaltungssysteme, beschädigte Klapptische, defekte Toiletten, provisorische Reparaturen mit Klebeband. Wir nennen das ja dann quasi Panzerband oder im Englischen ist es Duct Tape. Ja, die Sauberkeit ist auch ein Riesenproblem und allgemeines Erscheinungsbild. Man hatte bei American ja schon im Frühjahr das intern eingeräumt, dass es ein Thema gibt mit dem Erscheinungsbild und nicht der Kabinendefekt führt automatisch zur Stilllegung eines Flugzeugs. Ich hatte das bei American, das war, glaube ich, San Diego, ich glaube San Diego, Dallas, da hatte ich einen kaputten Klapptisch. Ja, ich denke mal natürlich, dass das eher Dekorschäden sind, aber das ist halt so, wenn man in der First Class sitzt, das war ein First Class Sitz, ich weiß es, Business Class, ja, laber, rababa. Aber je nach Sicherheitsrelevanz dürfen Reparaturen natürlich zeitlich nicht zurückgesetzt werden. Auch alles, was an den Tischen ist oder Sitzen, je nachdem, kann Sicherheitsrelevanz sein, ich sage es ja immer. Vollständig gesperrte Sitze reduzieren natürlich die verkaufbare Kapazität. Und wichtig ist, dass man Ersatzteile hat und dass Bodenzeit verfügbar ist, um das zu reparieren, muss man auch ehrlicherweise sagen. Ich bin mal gespannt, wie die das ganze Thema ein- und angehen. Ich bin mal gespannt, ob andere Fluggesellschaften dem folgen, weil American gibt ja sehr offen zu, dass deren Kabine da ein Verbesserungspotenzial hat und dass es auch den eigenen Ansprüchen nicht genügt. One Cabin ist also insofern ein sinnvoller Schritt, wird aber nur mit ausreichender Standzeit und verfügbaren Ersatzteilen funktionieren. Das heißt also, man sollte da halt auch nicht immer Knopf auf Spitz oder so was, Spitz auf Knopf, ihr wisst, wie das Zitat ist, planen mit den Umlaufzeiten, das soll auch gemacht werden. Und ich denke mal, dass wir als Passagiere eigentlich gar nicht wissen wollen, wie viel Techniker beschäftigt sind oder wer wie was das Problem ist, sondern wir wollen, dass der Sitz, der Tisch, der Stromanschluss und vor allem auch der Bildschirm funktioniert. Gut, Bildschirm können wir lange drüber diskutieren. Ich gucke mir ja eh nur die Route an, das gebe ich ja zu.
Und die Frage ist:
Braucht man eigentlich einen Bildschirm? Ich benutze das als Bildschirm, wie gesagt, für die Route, dass ich weiß, wann wir landen oder so. Aber ansonsten eher ehrlicherweise nicht. Ja, wie stark beeinflusst eine sichtbare Kabine euer Vertrauen in eine Airline? Als letztes Thema haben wir noch mal Miles & More von den Hansens, denn die verkaufen Meilen mit bis zu fünfzig Prozent Bonus. Und zwar ist es so, dass bis zum dreizehnten September ausgewählte Mitglieder dieses Bundle& Go Paket kaufen können. Das größte Paket enthält zweihundertfünfundzwanzigtausend Meilen, hundertfünfzig Statuspunkte und drei Lufthansa Business Lounge Gutscheine. Das ist schon mal cool. Aktionsende ist der dreizehnte September, Bonus bis zu fünfzig Prozent, aber es ist halt leider nur targeted, also an ausgewählte Mitglieder. Und ihr könnt, wenn ihr den ersten Bundle-Kauf macht, S, M, L oder XL kaufen. Das größte Angebot, einschließlich der Meilen, hatte ich ja gesagt, sind zweihundertfünfundzwanzigtausend Miles & More Punkte, einschließlich Bonus, hundertfünfzig Miles & More Points, drei Lounge Gutscheine. Ja, und dann gibt es noch mal die ganzen Themen.
Preis ist natürlich ganz wichtig:
zweitausendsechshundertfünfzig Euro, zweitausendsechshundertfünfzig britische Pfund oder dreitausendeinhundertsechzig Dollar. Der effektive Preis in Euro ist eins Komma eins acht Cent pro Meile, aber die Zusatzleistungen sind nicht eingerechnet, weil die Zusatzleistungen sind ja ehrlicherweise nur da, damit man nicht wirklich weiß, was die Meile kostet. Das Ganze wird über Points dot com abgewickelt. Es kann auch pro Transaktion nur ein Bundle gekauft werden. Wichtig ist natürlich auch, dass ihr, ich glaube, maximal dreihunderttausend pro Jahr kaufen könnt über Bundle & Go. Also das nur so als Randbemerkung.
Also, wenn wir ein Rechenbeispiel machen:
zweitausendsechshundertfünfzig Euro kosten das, erhaltene Meilen sind zweihundertfünfundzwanzigtausend, eins Komma eins acht Cent kostet dann die Meile. Das wäre dann die Kaufkosten theoretisch. Fünfzigtausend Meilen sind fünfhundertneunundachtzig, hunderttausend Meilen sind eintausendeinhundertachtundsiebzig und die hundertfünfzigtausend Meilen sind eintausendsiebenhundertsiebenundsechzig. Und das ist halt die Werte der rechnerischen Größe auf Basis des XL Paketes. Der tatsächliche Wert hängt vollständig von der späteren Einlösung ab. Das muss man auch sagen, natürlich, dass die Lufthansa da dynamische Preise hat. Steuer- und Gebühren eines Premium-Pakets, Tickets kommen zusätzlich hinzu. Und ich meine, ich weiß gar nicht, habe ich jetzt dreihunderttausend gesagt? Ich meine, es sind zweihundertfünfzigtausend, die man maximal pro Jahr kaufen könnte. Nagelt mich nicht fest. Ja, was können wir dazu sagen als Fazit? Das Angebot kann bei konkreten hochwertigen Prämien natürlich attraktiv sein. Ohne verfügbare Wunschreise ist das natürlich so, dass man zweitausendsechshundertfünfzig Euro investiert, ist spekulativ. Also nur, wenn ihr einen Use Case habt und die Angebote, wenn ihr sie nutzen könnt, umso besser. Wenn nicht, dann auch nicht so. Würdet ihr zweitausendsechshundertfünfzig Meilen bezahlen, nee, Quatsch, Euro bezahlen für zweihundertfünfundzwanzigtausend Meilen und die Zusatzleistung beziehungsweise welche Zusatzleistungen benutzt ihr? Bin ich mal gespannt. Als Gesamtfazit zur heutigen Sendung kann man sagen, dass natürlich Digitalisierung im Flugzeug wichtig ist, auch am Boden wichtig ist. Aber diese EES-Geschichte ist halt ein komplettes Nightmare. Man hätte das Ganze natürlich nicht so wie Microsoft-mäßig entwickeln, sondern, wie man früher sagte im Scherz, sondern man soll es wirklich so entwickeln, dass es dann beim Kunden ankommt, also bei uns als Kunden und Opfer, Passagiere, Bürger, egal wie wir uns dann nennen, dass es auch funktioniert. Dann geht es natürlich weiter, dass diese operative Zuverlässigkeit, Grenzkontrollen und so weiter wichtig ist, aber dass auch die Anschlussflüge erreicht werden sollten. Das ist ja nichts Ärgerlichere als dieses. Airlines müssen stärker in unspektakuläre Grundlagen investieren, heißt also IT-Schnittstellen, Wartungspersonal, Ersatzteile, Standzeit. Aber das Problem, was man sieht, dass auch bei Loyalitätsprogrammen die Grenze zwischen Loyalität und direkten Kauf wirklich verwischt. Denn man muss ehrlicherweise sagen, Meilen werden verkauft, Statuspunkte sind Bestandteil, kommen zu den Paketen. Und ich denke mal, Qualifying Points bleiben dann halt so ein geiler Faktor.
Für Passagiere gilt bei allen drei Themen:
Bedingungen, Zeitreserven und konkrete Leistungen genau zu prüfen. Ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber auch auf Skool zu kommen und zu diskutieren. Was wollt ihr auf Skool diskutieren? Frage des Tages, die gebe ich euch auch. Sollte die EES-Ausnahmen verlängern oder das System vollständig durchsetzen? Aber ich glaube, die Frage ist wichtiger, ob eine beschädigte Kabine euer Vertrauen in eine Fluggesellschaft schmälert oder nicht.
Und die andere Frage ist natürlich:
Würdet ihr zweitausendsechshundertfünfzig Euro bezahlen für zweihundertfünfundzwanzigtausend Miles & More Meilen? Da bin ich mal auf euch gespannt. Danke und wir sehen uns bei der nächsten Sendung. Und ich genieße hier noch ein bisschen die Sonne. Also, bis dann. Ciao, ciao.